Was lernt man in den ersten 100 Tagen als Malteser Präsident?

Shownotes

Was bewegt die Malteser in Deutschland? Welche Herausforderungen kommen auf Hilfsorganisationen zu? Und wie sieht die Zukunft des Ehrenamts aus?

In der neuen Podcast-Folge spricht Martin Schelleis, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, offen über seine ersten Monate im Amt, wirtschaftlich schwieriger werdende Zeiten und seine Vision für die kommenden Jahre.

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00:00:03: Willkommen bei Retten Helfen Reden, dem Podcast der Malteser.

00:00:07: Der euch die Menschen näher bringt, die täglich für ihre Mitmenschen im Einsatz sind.

00:00:11: Egal ob Notfallsanitäter, Ärztin, Hospizbegleiter oder Katastrophenschützerinnen wir zeigen sie euch ganz privat und sprechen mit ihnen über ihr Engagement im sozialen Bereich.

00:00:28: Hallo ich bin Patrick Pöhler und euer Host bei diesem Podcast.

00:00:32: Seit Juni ist Martin Schelleis der neue Präsident beim Maltesa Hilfsdienst warum er ohne Zutögern gesagt hat, dass er das Amt übernehmen würde und wie er die ersten einhundert Tage erlebt hat.

00:00:42: Das hat er mir in unserem Gespräch verraten.

00:00:53: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcast retten helfen reden heute mal wieder aus Berlin Und Heute mit einem ganz besonderen Gast Denn Er ist der erste Gast Der bereits zum zweiten Mal bei mir podcast ist.

00:01:07: Vor zwei Jahren, da war er schon mal bei mir damals als Bundesbeauftragter für Krisenresilien-Sicherheitspolitik und zivilmilitärische Zusammenarbeit bei den Maltesern.

00:01:15: Und heute als Präsident des Malthesa Hilfsdienst.

00:01:19: herzlich willkommen Martin Schell Eis.

00:01:21: Herzlichen Dank!

00:01:21: Für die Einladung freue mich über das Privileg zum zweiten Mal dabei zu sein.

00:01:26: Und lieber Herr Schell Eis wenn ich ihn beim letzten Mal an dieser Stelle gesagt hätte wir sehen uns in zwei Jahren wieder und dann begrüße ich Sie als Präsident Des MHD was hätten sie denn dann geantwortet?

00:01:36: Nächste Frage.

00:01:38: Nicht nächste Frage jetzt, sondern tatsächlich vor zwei Jahren überhaupt nicht absehbar.

00:01:42: Das ist eine Entwicklung des letzten halben Jahres, dreiviertel

00:01:47: Jahres.

00:01:47: Nehmen Sie uns mal mit!

00:01:48: Sie sind im Juni gewählt worden in Dresden von der Bundesversammlung.

00:01:52: Wie aufregend waren denn die Wochen davor?

00:01:55: Sie waren natürlich geprägt durch den Versuch möglichst viele Malteserinnen und Maltesar zu erreichen weil mir natürlich bewusst war dass ich zwar als Bundesbeauftragter Krisenresilienz eine gewisse Aufmerksamkeit im Malteser-Verbund auch erregt habe, aber dass mich viele überhaupt nicht kannten.

00:02:14: Und deswegen war das eben das Bestreben möglichst auch in die Fläche zu gehen, in die Gliederungen zu gehen und in die Versammlungen zu gehen.

00:02:23: Insofern war es ein Zeitintensive aufgelaufen, aber natürlich auch sehr bildend für mich weil ich sehr viele Dinge die die Maltese Familie bewegt, aufnehmen können.

00:02:40: Wie viel Überzeugungsarbeit mussten Sie denn leisten?

00:02:44: Ich glaube das schon verstanden worden ist dass ich in einer besonderen Rolle als nicht langjähriger Malteser in Funktionen und deswegen auch bekannt allen Teilen war sondern als Externer Situation war und ich freue mich wirklich, dass das auch alle anerkannt haben.

00:03:08: Denn es hat natürlich Nachteile wenn man den Betrieb nicht aus langjähriger Innsicht kennt aber es hat auch Vorteile genau deswegen weil man nicht diese Insicht hat.

00:03:17: Man stellt vielleicht Fragen die unangenehm sind oder die den Insidern gar nicht mehr gekommen sind, weil Dinge einfach so hingenommen werden wie sie sind.

00:03:27: Und mit dem speziellen Hintergrund Krisenresilienz habe ich natürlich auch einen Hintergrund, der momentan leider für den gesamten Malteserhöfstdienst von Relevanz ist.

00:03:40: Wir müssen ja im gesamten Malteserhöfsdienst unsere Funktionsfähigkeit aufrechterhalten nicht nur in den Blaulicht-Beichen sondern auch im sozialen Ehrenamt.

00:03:49: Wir wissen nicht welche Krise uns ereilen wird wie lange sie dauern wird und wichtig ist dass wir die Menschen, die auf uns angewiesen sind, die aus uns zählen nicht allein lassen.

00:03:58: Hatten Sie denn weil es ja durchaus so kritische Töne gab, so nach dem Motto da kommt jetzt ein ehemaliger General.

00:04:04: Jetzt gibt es hier so Generaltöne nur noch in der.

00:04:07: wir sind jetzt in der Bundeswehr quasi hatten sich mal kurz überlegt zu sagen dann meist eben nicht?

00:04:12: Nein

00:04:14: das mag ich seltsam anhören aber die Frage ob ich mir das vorstellen könnte schon diese Frage praktisch das Angebot habe ich als große Auszeichnung als ihrer auch als Verpflichtung empfunden weil Nur ganz wenigen Menschen wird eine solche Frage gestellt und wenn man keine ganz guten Gründe hat, weil man krank ist oder jemand in der nächsten Umgebung krank is so dass man da Hinterungsgründe hätte.

00:04:41: Die habe ich nicht glücklicherweise und deswegen war das für mich nie ne Frage.

00:04:46: Ja es hat stimmen gegeben gibt's vielleicht immer noch aber ich möchte mal sagen vor allem bei den menschen die mich persönlich nicht kennen sogar ein bestimmtes stereotype vor Augen haben.

00:04:57: Die Diskussion kam durchaus auch in dem Major Candidate, das wir gemeinsam bestritten haben.

00:05:05: Wo die Wahlberechtigten der Bundesversammlung Gelegenheit hatten im Online-Format mich kennenzulernen ob ich mir da nicht als General falsche Vorstellung machen würde wie es hier läuft.

00:05:18: Ich glaube dass ich keine falschen Vorstellungen gemacht habe sondern die Fragesteller eine falsche Vorstellung haben, auch bei der Bundeswehr geht nicht alles immer mit Befehl und Gehorsam.

00:05:29: Ja in kritischen Situationen, in Standard-Situationen aber in Fragen von grundsätzlichen Bedeutung wo man mit der Führungsgruppe diskutieren muss um ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen was dann auch von allen getragen wird.

00:05:43: das ist auch in der Bundesversorgung.

00:05:45: Es ist ja Menschen aus dem einzwanzten Jahrhundert lassen sich nicht mehr wie im neunzehn Jahrhundert durch Kadawe gehausen führen, sondern wollen mitgenommen werden.

00:05:58: Moderne Menschenführung ist auch in der Bundeswehr erforderlich um die Menschen nicht abzuhängen.

00:06:05: Jetzt sind Sie hundert Tage in etwa im Amt als Präsident des MHD?

00:06:10: Wie fällt Ihr Fazit aus nach diesen Hundert Tagen?

00:06:12: Ich will gar kein Fazit ziehen, weil ich noch in einer Mischung aus laufendem Geschäft aber auch noch einen Weisungen im der Zentrale beziehungsweise in den Gliederungen bin.

00:06:23: Mein Bestreben ist natürlich weilig vieles noch nicht kenne mindestens nicht aus eigener Anschauung und weil mich viele Menschen auch persönlich noch nicht kennengelernt habe möglichst in allen Diözesen mich mal zu zeigen.

00:06:35: gerne natürlich bei entsprechenden Gremiensitzungen, aber wenn das nicht möglich ist auch bei ganz konkreten Projekten.

00:06:44: Da habe ich noch viel vor, aber auch in zweieinhalb Monaten schon eine ganze Reisetätigkeit absolviert und parallel läuft ja das laufende Geschäft der Gremienarbeit in der Bundesleitung mit Dr.

00:06:56: Pankow zusammen mit Baron Freiberg zusammen.

00:07:00: die strategischen Dinge zu besprechen Läuft ja auch schon.

00:07:05: Also insofern ein Zwischenfazit, ich bin noch auf dem Weg mir den gesamten Verein zu erarbeiten.

00:07:15: Andererseits, auch das sage ich ganz unverblümt, ich denke dass die großen Themen, die die Malteser-Familie bewegen, dass sich die schon verstanden habe und aufgegriffen haben weil es geht um Zukunft des Ehrenamtes, Krisenresilienz und Finanzierung des EV.

00:07:37: Es geht um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die unser Land hat und die Notwendigkeit, dass die Öffentliche Hand spart.

00:07:47: Wir sehen das bei den Gesundheitsreformen sicherlich auch in naher Zukunft bei anderen Sozialausgaben und das wird sich natürlich auf unsere Aufgabenspektrum niederschlagen.

00:07:59: Insofern glaube ich, dass diese intensive Reisetätigkeit wie vielen Gespräche sowohl in der Zentrale als auch mit den Menschen vor Ort mein Bild schon so vollständig zeichnen lassen.

00:08:16: Dass sich die großen Themen schon verstanden haben.

00:08:19: Jetzt gibt es Aufgaben wo sie.

00:08:20: so durchmüssen wir hier durch unseren Podcast.

00:08:23: was sind denn die Aufgaben die ihnen viel Freude machen aktuell?

00:08:25: Tatsächlich auch wenn das verblüffend sein mag und verändert.

00:08:30: Jede einzelne Termin macht mir Freude, diese Tätigkeit die sowohl Entscheidungsfreude verlangt als auch ein offenes Ohr mit den Menschen das alles macht der Freude.

00:08:44: das einzige was mir keine freude macht dass er ja ganz deutlich ist die Fahrerei von um zu dem Tempchen.

00:08:51: Weil ich entweder selber fahren muss oder mit Bahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln, und das weiß jeder in Deutschland insbesondere in den Wallungsgebieten und insbesondere in Bonn-Köllner Raum ganz besonders gebeutelt durch Sperrung Nordbrücke, durch Stilllegungen der Sechzig der Fünfundsiebzig Straßenbahn da kann sich jeder ausmalen was das bedeutet.

00:09:13: also Das ist kein Vergnügen, aber die Termine wenn ich dann da bin machen wir alle Freude.

00:09:19: Jetzt sind wir gerade ein bisschen durch Berlin gelaufen weil wir noch andere Termine hatten.

00:09:23: Mir ist ja aufgefallen und die Leute lächeln sich an sie sind in Dienstbekleidung unterwegs gewesen.

00:09:27: Merken Sie dass sie mehr im Fokus jetzt auch stehen?

00:09:30: Mir fehlt natürlich der Vergleich zu von vor zwei Jahren wo ich nicht in Dienst Bekleidungen unterwegs war.

00:09:38: Insofern weiß ich nicht, ob das immer schon so war.

00:09:40: Dass die Malteser wenn sie als Zeuche in ihrer Dienstbegleitung erkannt werden überwiegend positive freundliche Reaktionen vorrufen.

00:09:50: auch dass Menschen auf offener Straße freundlich nicken Das ist mir im Bundeswehr-Uni Forum in dieser Form nicht passiert Auch wenn sich da in den letzten zehn Jahren eine Menge getan

00:10:00: hat.

00:10:01: Die Flüchtlingshilfe von im Jahr zwanzig fünfzehn und sechzehn, wo die Bundeswehr hier massiv auch öffentlich sichtbar tätig war.

00:10:09: Und natürlich dann auch die verschärfte Sicherheitspolitische Lage, wo sich die Menschen in Deutschland Sorge machen sind unsere Streitkräfte bereit haben eine deutlich wohlwollendere Aufmerksamkeit bewirkt als ich das vorher dreißig Jahre lang gewohnt.

00:10:26: Aber trotzdem ist es nochmal ein Unterschied in Malteser.

00:10:29: Als Maltesa erkennbar zu sein, das zeigt dass die Maltese in Deutschland einen hervorragenden Standing haben und von der weit überwiegenden Masse der Menschen als positive, als gern gesehenen Organisation angesehen

00:10:44: werden.

00:10:45: Sie haben die Termine gerade schon angesprochen, was nehmen sie mit wenn sie jetzt mit den Maltessern sprechen?

00:10:50: In ihrer neuen Rolle?

00:10:50: Sie empfehlen viele Gespräche mit den Maltesern quer durch Deutschland.

00:10:54: Was nehmen sie mit?

00:10:55: Was bedrückt die, was beschäftigt die?

00:10:57: Also ich bemühe mich jetzt nicht da große tollen Eingangsreden zu halten außer ich werde dazu aufgefordert und sage doch mal etwas aus deiner Sicht sondern einen kleinen Aufriss zu geben in den Gesprächsrunden wo ich bin und dann zuzuhören.

00:11:11: Und die wesentlichen Themen habe ich ja gerade schon skizziert, die immer wieder kommen Die Frage nach dem Ehrenamt, nach dem Nachwuchs beim Ehrenamnt die Frage der Spiritualität.

00:11:24: Wie viele Menschen bewegt übrigens auch nicht Christen oder nicht katholische Christen?

00:11:30: Das ist ja unser wirklich Alleinstellungsmerkmal als Malteser Höstdienst auch das größte Werk des Orns.

00:11:37: wie gelingt es uns dauerhaft diese katholische, diese christliche Überzeugung, die Grundlage unseres Wirkens ist auch beizubehalten?

00:11:47: Obwohl oder nicht, obwohl zugleich ja sehnt dass die Anzahl der Katholiken in Deutschland immer weniger wird.

00:12:00: Ich bin überzeugt das die Malteser einen Platz für jeden Menschen guten Willst er sich einbringen möchte und unter dem achtspitzigen Kreuz mit seinen Grundsätzen sich wohlfühlt Platz bietet.

00:12:14: Und deswegen bin ich eigentlich gar nicht so ängstlich, was diese Rekrutierung von Ehrenamtlern und Hauptamtlernen auch angeht.

00:12:24: Trotzdem müssen wir darauf achten, dass wir nicht austauschbar werden.

00:12:27: Wir müssen an unserem Geist den Profil einer Spiritualität schon aktiv arbeiten.

00:12:34: Das bewegt nicht wenige Menschen.

00:12:36: dann natürlich wie gesagt der Nachwuchs beim Ehrenamt, dann die Finanzierungen des Ehrenammtes.

00:12:43: Wir haben gerade einen tollen Pakt für den Bevölkerungsschutz vom Innenminister gesehen, wo das THW die Ehrenamtlichen im THW explizit wertgeschätzt werden sollen durch eine mindestens aufgabengerechte Gestaltung der Infrastruktur.

00:13:00: Sehr richtig sehr gut!

00:13:02: Das erwarten natürlich unsere Ehrenabler auch völlig zurecht und das ist einer der Punkte, die ich bei jeder Gelegenheit mache.

00:13:10: Die Frage der Ausbildung dass die Maldese besonders kritisch sind, was Anforderungen angeht und nicht nur was sie aus Bildungshöhe angeht sondern auch wer die Ausbildung gemacht hat.

00:13:20: Das ist sicherlich ein Thema aber im Prinzip sind es immer diese Dinge weil auf den Punkt gebracht ich muss die Menschen ja vor Ort nicht motivieren, die sind alle motiviert.

00:13:31: Die machen das ja alle sehr gerne aus Überzeugung.

00:13:34: Aber Sie sind auch dankbar und nutzen diese Gelegenheit wenn der Präsident kommt diese Punkte die aus ihrer Sicht Handlungsbedarf nach sich ziehen zu machen.

00:13:43: Und das nehme ich natürlich auch mit Initiatrale.

00:13:47: Sie haben die Anreise zu den Terminen gerade schon angesprochen, dass ist etwas was ihr nicht so richtig gefällt.

00:13:52: Die haben unfassbar viele Termine der... Das Amt des Präsidenten ist eigentlich ein ehrenamtliches Präsident.

00:13:58: wenn man ihren Kalender sieht und dann viele hauptamtliche Kalender sieht, dann würden sie locker jeden einzeln ausstechen.

00:14:03: Ist es etwas was ihnen bewusst gewesen ist?

00:14:05: Dass es so eine große Aufgabe auch ist

00:14:08: Als es eine große Aufgabe ist und dass das auch mit diesen Begleiterscheinungen hergeht, das war mir schon bewusst.

00:14:15: Ich habe natürlich selbst viel in der

00:14:17: Hand.

00:14:18: Ich werde eingeladen zu Dingen wo ich sagen könnte, ne mache ich lieber doch nicht!

00:14:23: Und tatsächlich in der alten Funktion als Bundesbeauftragter Krisenresilienz bin ich ja auch in vielen Gremien oder Veranstaltungen eingeladet worden die nicht mal Thesa bezogen waren.

00:14:35: Das muss ich jetzt wirklich zurückfahren, weil ich natürlich die Maltese noch besser kennenlernen will und auch möchte das ziemlich besser kennen lernen.

00:14:43: Natürlich könnte ich sagen da fahre ich nicht hin zu dieser Veranstaltung oder zu jener.

00:14:48: aber wenn es eine gute Gelegenheit bietet sich bekanntzumachen mehr persönliche Verbindung zum Verein zu knüpfen dann mache ich das gerne.

00:14:57: Die Familie erkennt sie aber noch.

00:15:00: Ja, die Familie sind ja auch ziemlich selbstständig.

00:15:03: Die beiden Kinder erwachsen beide schon ihreseits Kinder.

00:15:07: da muss natürlich schon auch mal Zeit investiert werden.

00:15:09: am Wochenende habe ich mit meinem Sohn zusammen seine Wohnung renoviert.

00:15:13: das muss auch schon sein.

00:15:15: meine Frau in der Tat schaut manchmal etwas sparsam wenn sie den Kalender durchsprechen.

00:15:22: andererseits bin ich dankbar dass viele mal Teezer Veranstaltungen auch mit ihr zusammen zu machen sind und dann genießen natürlich auch die Zeit.

00:15:32: Sie sind ja viel mit den Präsidenten der anderen Hiochs unterwegs, z.B.

00:15:37: von Herrn Besch oder Herrn Gröhe vom DRK.

00:15:40: Wie ist der Austausch?

00:15:43: Also es hat sich bisher auf persönliches Kennenlernen beschränkt.

00:15:48: in der Tat beim traditionellen Präsidenten Treffen im Rahmen der Rettmobil in Fulda habe ich Herrn Best schon mal etwas intensiver kennengelernt, hatten vorher Gelegenheit uns zu unterhalten.

00:16:05: Auch ein Gerühr schon ein paar Mal getroffen.

00:16:08: das sind gute... Ich hab Frau Barley von ISB getroffen, Frau Vogt vom DRG aber das ist jetzt nicht so dass wir jede Woche oder jeden Monat zusammen sitzen sondern uns gelegentlich austauschen.

00:16:21: Wichtig ist das gemeinsame Verständnis, was breit einen Konsens hat der Dinge die jetzt zu tun sind.

00:16:28: Wir sind ja in sozial- unternehmerischen Dingen auch Konkurrenten aber was den Bevölkerungsschutz angeht überwiegend eine Auffassung gerade von kurzem mit nicht nur den anderen Hilfsorganisation sondern auch den Trägern des Rettungsdienstes eine gemeinsame Presseerklärung, nicht nur für die Öffentlichkeit sondern auch im Bundestag gemeinsam aufgetreten.

00:16:55: Das zeigt das Verständnis dass wir wirklich nur gemeinsam auch politisch etwas erreichen.

00:17:03: überall da ist und das macht es natürlich dann noch erleichtern

00:17:06: Wenn Sie so ein bisschen in die Zukunft starten.

00:17:08: was sind die Sachen die Ihnen jetzt Schwierigkeiten Bereichen oder wo sie denken, das könnte hart für uns werden.

00:17:15: Für uns Malteser egal ob es jetzt auch auf die Maltesa bezogen ist?

00:17:18: Oder wo sehen Sie die großen wirklich großen Probleme, die ja auf uns zukommen könnten?

00:17:24: Also wir haben gerade die Pressemitteilung schon angesprochen.

00:17:27: zum Rettungsdienst.

00:17:28: Das ist natürlich etwas was wenn es dann so bliebe nicht so richtig schön ist.

00:17:32: also...

00:17:33: Das ist ein Beispiel.

00:17:34: jetzt ganz noch ein aktuelles Beispiel zu den wirtschaftlichen Wolken die aufziehen, der Staat muss sparen.

00:17:44: Das ist auch notwendig und das bestreitet auch niemanden.

00:17:47: Auch diese Organisation wie Malteser nicht.

00:17:50: Wir sparen müssen aber bitte an einer richtigen Stelle.

00:17:53: Thema Rettungsdienst wäre die falsche Stelle weil der Rettungstienst sehr stark reglementiert ist weil wir dort durch wirtschaftliches Handeln einbußen irgendwo anders kompensieren können sondern er muss schon so wie er dargestellt wird auskömmlich finanziert sein.

00:18:12: Außerdem gibt es eine Verbindung zwischen Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz, der vielen offenbar nicht so richtig bewusst ist auf den wir aber immer wieder hinweisen.

00:18:21: Wir wollen natürlich nicht dem Bevölkerungschutz insgesamt gefährden wenn der Rettungstienst nicht mehr gestellt werden kann Und das macht uns schon Sorgen.

00:18:31: Das sind meines Erachtens erst die Vorboten für eine stärkere Finanzierung.

00:18:38: Problematik des Staates, der Sozialstadt insgesamt wird unter Druck kommen und damit auch die Finanzierungsquellen für viele andere Dinge geben machen.

00:18:48: Das ist noch nicht absehbar.

00:18:50: deswegen muss man das jetzt auch abwarten.

00:18:52: aber wir müssen immer nach Effizienzen suchen und ich bin auch keiner der das irgendwie beklagt denn ich sehe das ein dass wir sparen müssen.

00:19:01: Wir müssen nur für viele Lösungen finden, wie wir dann möglichst viele Menschen nach wie vor erreichen können die unserer Hilfe bedürften.

00:19:10: Einsame alte Kranke das ist ja unser klassisches Thema.

00:19:14: Die können wir auch durch Dienste erreichen, die daneben nicht zu teuer sind.

00:19:21: da müssen wir uns was anderes überlegen.

00:19:22: Wie gesagt kein Freund davon die Dinge zu beklagen Sondern das Beste daraus zu machen, wenn Sie aber sagen wo sehen sie Schwierigkeiten auf uns zukommen dann sicherlich was die... Was das versiegen aktuelle Finanzierungsquellen

00:19:37: annimmt.

00:19:39: Sehen Sie Lösungen?

00:19:41: Ja wie gesagt wir müssen uns neue Finanzierungsquote erschließen oder was aktuell eben gelaufen ist massiv in der Politik dafür werben dass bestimmte Dinge, also in der Form wie sie politisch geplant sind nicht kommen.

00:19:56: Da haben wir nur beschränkten Einfluss.

00:19:58: trotzdem müssen wir daran arbeiten und wir müssen dann eben wenn wir weder von der Politik noch andere Finanzierungsquellen uns erschließen können sehen wie wir unser unser Proprium unsere Leistungen für Bedürftige für Menschen in Not anders bringen können.

00:20:20: Und das hängt natürlich sehr stark vom individuellen Engagement ab, auch von den Ideen der Männer und Frauen im Malteseusdienst.

00:20:28: aber da bin ich wirklich guter Dinge weil aus wirtschaftlicher Not immer auch gute Ideen entstanden sind.

00:20:35: Und wirtschaftliche Not, ich will es jetzt auch klarstellen dass wir nicht von heute auf morgen uns der Saft abgedreht würden, aber der Gürtel wird enger geschnallt.

00:20:43: Das müssen wir glaube ich ganz nüchtern sehen aufmerksam sein.

00:20:49: Wo kann man noch Gelder akquirieren und wie kann man Leistungen auch weniger kostenintensiv bereitstellen?

00:20:59: Der MHD steuert stark auf ein Jubiläum zu, in zwei Jahren.

00:21:05: Wenn Sie einen Überschrift wählen dürften, wenn wir ihn zu zwei Jahren wieder treffen vielleicht machen diesen Podcast ja alle zwei Jahre beweisen Was wäre dann die Überschrift, die Sie sich wünschen dürfen?

00:21:14: Da erwischen sie mich jetzt auf dem falschen Fuß habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht unter welches Motto wir da stellen könnten.

00:21:20: Ich dachte auch eher was müsste dann erreicht sein?

00:21:23: also wenn etwas zu sagen Mensch cool dass wir das in den zwei Jahren geschafft haben

00:21:28: nicht die größten aber die besten.

00:21:31: Das ist wirklich so ein simpler manchmal augenzwinkender angesprochener Grundsatz über den ich durchaus ernst nehme.

00:21:39: Wir werden nicht alles machen können, was wir auch vielleicht wollen weil wir die Ressourcen nicht haben weder finanziell noch personell noch materiell.

00:21:48: aber das was wir machen müssen wir schon gut machen und dann sollten uns auch von Dingen verabschieden die wir nicht gut machen können weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen.

00:21:57: aber unser Standard sollte sein gute Arbeit zu leisten.

00:22:03: Wir haben ja das siebzigjährige Jubiläum in Münster dabei, noch aus Sicht des Orts.

00:22:12: Der fünfundsiebzig Jahr ist der runde Geburtstag.

00:22:15: also ich denke schon dass wir uns dann auch etwas überlegen.

00:22:18: aber mit Motto habe ich momentan nicht.

00:22:20: Zierrichtung wäre dass wir die schwierigen wirtschaftlich schwierigeren Zeiten genau mit diesem Anspruch durchstehen möglichst viele Menschen weiterhin erreichen und das was wir machen richtig gut.

00:22:32: Jetzt haben Sie bei der Bundeswehr alle wichtigen Jobs gehabt.

00:22:35: Sie sind Präsident des Maltheaster Hilfsdienstes, dann bleibt doch eigentlich nur noch Trainer bei Ihrem Verein bei Borussia Milchengladbach oder die brauchen jemanden mit Ahnung?

00:22:46: Ja daran scheitert es bei mir bei der Ahnung.

00:22:49: Ich leide ich muss das wirklich sagen bin ja nicht der einzige.

00:22:53: Borussia-Milchen-Gladbach-Fans sind leidengebohnt seit reichlich dreißig Jahren aber irgendwie Da ist der Saisonstart bisher nicht geeignet zu glauben, dass das Leiden jetzt demnächst aufhört.

00:23:07: Also wenn Jünder ruft sie gehe nicht dran.

00:23:12: Jündern muss es ja noch

00:23:13: machen!

00:23:14: Ich danke Ihnen für das Gespräch

00:23:15: gerne.

00:23:26: Schön, dass ihr bei unserem Podcast retten helfen reden mit dabei gewesen seid.

00:23:30: Ihr findet uns überall da wo es Podcasts gibt bis bald.

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