Politisch aktiv - aber nicht laut? Wie die Malteser im politischen Berlin arbeiten.

Shownotes

Die Malteser im politischen Berlin? Wie passt das denn zusammen? Und was ist der Job unserer Leiterin des Hauptstadtbüros Patricia Ehret? Das alles und viel mehr erfahrt ihr in der heutigen Folge #RettenHelfenReden

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00:00:03: Willkommen bei Retten Helfen Reden, dem Podcast der Malteser.

00:00:07: Der euch die Menschen näher bringt, die täglich für ihre Mitmenschen im Einsatz sind.

00:00:11: Egal ob Notfallsanitäter Ärztin, Hospizbegleiter oder Katastrophenschützerinnen wir zeigen sie euch ganz privat und sprechen mit ihnen über ihr Engagement im sozialen Bereich.

00:00:33: Hallo ich bin Patrick Pöhler und euer Host bei diesem Podcast.

00:00:37: Warum haben die Maltesa ein Hauptstadtbüro eingerichtet?

00:00:40: Und wie sieht die Kommunikation der Malteser zu den Abgeordneten des Deutschen Bundestags aus?

00:00:45: Darüber habe ich mit der Leiterin des Berliner Büros, Patrizia Eritt gesprochen.

00:00:52: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcast retten helfen reden heute mal wieder aus Berlin denn Heute geht es um einen ganz besonderen Job bei den Malthesern.

00:01:01: Ich bin mit der leiteren des Hauptstadtbüros der Malthesa verabredet und freue mich sehr dass patrizia erit zugesagt hat.

00:01:09: herzlich Willkommen in unseren podcast liebe patrizian.

00:01:12: Vielen Dank lieber Patrick für die Einladung.

00:01:14: Ja, wobei eigentlich müsstest du mich ja willkommen heißen weil ich bin ja bei dir quasi in deinem Büro zu Gast?

00:01:21: Wir haben das Büro vor ein paar Tagen eingeweiht und haben jetzt hier am Jandarmmarkt im sehr zentraler Lage unsere Büroräume und freuen uns sehr dass wir im Haus der EKD Räume gefunden haben und hier von diesen Räumen aus im politischen Berlin wirken können

00:01:40: Und die sind sogar frisch gesegnet worden.

00:01:42: Ihr hattet zuletzt euren Jahresempfang und da war der Erzbischof von Berlin da?

00:01:50: Ja, der Erztbischoff von Berlin war hier und hat im Rahmen einer sehr schönen Andacht danach die Büroräume geseignet.

00:01:59: Die Pralatingidion, die Hausherrin hier in der EKD nannte das in ihren Grußworten dass wir jetzt eine gesehnete Enklave im Haus der EKD haben und das von diesem Büro hoffentlich ins Haus, in das politische Berlin ein besonderer Segen ausgehen soll.

00:02:19: Und ist es eine gelebte Ökumene eigentlich dann oder damit?

00:02:22: Ja, das ist nicht nur irgendwie eine gelebnete Ökumener.

00:02:25: Das ist glaube ich eine wirklich gelebte Ökumene weil die Protestanten hier seit nineteenhundertfünfeinundneunzig am Gendarmmarkt dieses Hauses und bis jetzt waren hier evangelische protestantische Mieter, wie auch die evangelische Akademie und andere.

00:02:41: Und wir sind jetzt die erste katholische Hilfsorganisationen und somit auch die ersten Katholiken, die hier im Haus Mieters

00:02:49: sind.".

00:02:50: Wie wichtig ist es für die Malteser, dass sie hier eine Dependance sozusagen für die Hauptstadt haben?

00:02:57: Ich glaube das ist für die Maltesa sehr wichtig weil die Fragen im politischen Bereich werden Immer komplexer werden auch immer wichtiger sei es Einsamkeit, sei es Katastrophen und Bevölkerungsschutz.

00:03:14: Sei es Fragen der Migration und Integration.

00:03:18: Sei aber auch die Fragen vom Anfang und Ende des Lebens, die uns in unseren Diensten in unserer Arbeit immer wieder beschäftigen und da das Ohr am Puls der Zeit zu haben zu hören, mitzubekommen was im politischen Berlin geplant ist.

00:03:36: Welche Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht werden sollen?

00:03:40: Das ist glaube ich sehr wichtig für uns.

00:03:42: mal Tisa da das Ohr am politischen Berlin zu haben

00:03:46: kann man sagen wie sich so ein normaler tag in deinem Leben in einem beruflichen Leben gestaltet.

00:03:52: also bist du dann viel hier im Büro oder eher trüben bei den Politikern.

00:03:57: Wie sieht es aus?

00:03:59: Es gibt nicht so die klassische Woche, den klassischen Tag.

00:04:04: In den Sitzungswochen sind sehr viele Veranstaltungen sowohl im Parlament als auch außerhalb besonders auch abends wo es wichtig ist Gesicht zu zeigen dazu sein mit den Gästen und den Leuten und auch den Parlamentariern ins Gespräch zu kommen.

00:04:25: dann gibt das sitzungsfreie Wochen wo ich auch viel im Büro bin, wo ich vorbereite, nachbereite.

00:04:35: Und dann gibt es natürlich auch und das ist auch die Idee dieses Büros nicht nur den Blick auf das politische Berlin zu haben sondern auch mit anderen Verbänden an den Hilfsorganisationen und auch gesellschaftlichen Verbändens ins Gespräch zu kommen.

00:04:50: Und da nutze ich natürlich auch die Zeit zu gucken, welche Themen sind relevant.

00:04:55: Wo wollen wir mit anderen ins Gespräch kommen und dann auch Termine wahrzunehmen um in den Austausch zu gehen?

00:05:02: Gibt es da viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Hilfsorganisationen?

00:05:05: also wie intensiv ist der Austausche tatsächlich?

00:05:09: Mit den Hilfs-Organisationen im Blaulichtbereich... immer wieder ein guter Austausch, wenn es um Fragen des Bevölkerungsschutzes, des Katastrophenschutzes geht.

00:05:22: Man trifft sich auch bei Veranstaltungen oder plant mit den Kolleginnen und Kollegen in Köln die wahnsinnig wichtig für meine Arbeit sind.

00:05:31: Inhaltlich weitere Schritte.

00:05:34: der Austausche mit anderen katholischen Verbänden und auch mit anderen gesellschaftlichen Verbändens ist für uns deshalb sehr wichtig weil das Berlin ist nicht so unbedingt katholisch geprägt und es geht uns auch darum, bei gewissen Themen zu zeigen.

00:05:54: Wir Katholiken ziehen am einen an einem Strang und da immer wieder in den Austausch zu gehen und zu gucken wo sind die Positionen der anderen?

00:06:03: Und gibt das Schnittstellen Verbindung dass man das dann auch gemeinsam in die Wege leitet.

00:06:10: was sind denn die größten Punkte an denen du gerade arbeitest?

00:06:13: also Welche Themen hast du im Moment so im Blick?

00:06:17: Ein Thema ist assistiert der Suizid.

00:06:21: Das ist für uns Malteser ein wichtiges Thema, gerade mit Blick auf unsere Alten- und Pflegeeinrichtungen und Hospitzeinrichtung.

00:06:28: Da ist der Gesetzgeber in dieser Legislaturperiode gerade wieder dabei einen neuen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen.

00:06:36: Wir Maltesa fordern eine Schutzraumklausel dass wir sagen in unseren Einrichtungen darf es und soll es keinen assistierten Suizid geben.

00:06:46: Und dafür führen wir intensive Gespräche mit Abgeordneten, aber auch mit anderen Verbänden wie der Caritas, dass wir da gemeinsam unsere Positionen durch persönliche Gespräche, durch Hintergrundgespräche in die Politik einbringen.

00:07:06: Und suchst du dir die Themen selbst oder wo bist du angegliedert überhaupt?

00:07:11: Wer sagt dir, Patrizia jetzt müssen wir mal da in diese Richtung schauen?

00:07:16: Ich bin angegliedert an Herrn Doktor Pankau und berichte auch direkt an Herrn Dr.

00:07:21: Pankow und wir tauschen uns immer wieder aus.

00:07:25: Ich glaube auch das war ja deine Frage eben, braucht es dieses Hauptstadtbüro auch nach Köln in den Verband hinein zu kommunizieren?

00:07:36: was ist hier gerade im Berlin politisch relevant?

00:07:39: Was kommt?

00:07:40: Und dann geht es halt darum auch nach Köln an Herrn Doktor Pankau, aber dann auch in anderen Kolleginnen und Kollegen zu kommunizieren.

00:07:48: Da kommt politisch was – das ist für unsere Arbeit relevant!

00:07:53: Es beeinträchtigt die Rahmenbedingungen oder wir müssen etwas tun um unsere Rahmenbedingerung für unsere Arbeiten zu verbessern.

00:08:01: Dann gehen wir in den Austausch, was können wir tun?

00:08:04: Wie wollen wir's tun?

00:08:06: Was muss getan

00:08:07: werden?!

00:08:07: Würdest du sagen, es waren Fehler bisher dass die Malteser noch kein Hauptstadtbüro hatten?

00:08:11: oder ist jetzt zu spät eben?

00:08:14: Ich glaube es ist nie für irgendwas zu späht und ich freue mich natürlich das dieses Büro eröffnet wurde weil sonst würden wir hier vielleicht so nicht sitzen.

00:08:24: Ich glaube Es wurde bis jetzt sehr gute Arbeit auch gemacht aber es geht eben auch darum in einer Gesellschaft wo auch Katholiken und Katholikken immer weniger werden unsere Arbeit und auch unser katholisches Profil in der Hauptstadt deutlich zu machen.

00:08:45: Jetzt sind die anderen Hiorgs ja hier in Berlin beheimatet, DRK Johannita ASB glaube ich auch.

00:08:50: haben sie einen Vorteil dadurch dass das die komplett hier sind?

00:08:54: Das kann ich überhaupt nicht beurteilen.

00:08:57: also man sieht sie genauso wie man uns sieht bei Veranstaltungen, aber ich würde jetzt nicht sagen dass es ein Vorteil ist das der Hauptsitz dieser Hilfsorganisationen in Berlin.

00:09:11: Jetzt bist du einen Jahr ungefähr glaube ich da bei den Maltesern?

00:09:15: Wie fällt dein Fazit aus vom ersten Jahr?

00:09:19: Ich muss sagen Es ist ein anderes Arbeiten als meine frühere Arbeit wo ich eher wissenschaftlich gearbeitet habe was ich super spannend finde und was ich toll finde die Arbeit, die ich mache.

00:09:33: Ich sehe in welchen Bereichen, die Malteser überall praktisch unterwegs sind und wo wirklich die Probleme sind.

00:09:42: Und dass man aus dieser praktischen Arbeit zum Beispiel... Ich habe mir angeguckt Flüchtlingseinrichtungen, die wir betreiben.

00:09:49: Ich hab mir Jugendhilfe-Einrichtung angegucht.

00:09:52: Ich habe mehr unser Krankenhaus in Erlangen angegückt einfach auch zu sehen wie aus der praktischen Arbeit heraus die politischen Themen platziert werden können, weil es ist ein Unterschied ob du auf irgendeiner Metaebene siehst.

00:10:08: Da ist ein Problem das müssen wir thematisieren.

00:10:11: oder du siehst unsere Arbeit ist durch politische Entscheidungen tangiert und da haben wir dann auch in unserer Arbeit zu sehen wie wir Menschen besser unterstützen können.

00:10:26: Das finde ich wahnsinnig spannend und das macht mir die Arbeit bei den Maltesern, macht es sehr besonders.

00:10:34: Also siehst du quasi das was du theoretisch hier auf den Weg bringst?

00:10:38: Wie ist dann praktisch in der Umsetzung passiert?

00:10:41: Wie es passieren kann wie es passieren soll?

00:10:43: also ein Beispiel ist wir haben ja im Juni kommt die Einführung von GEAS.

00:10:49: Das ist die Reform des Asylsystems auf europäischer Ebene.

00:10:54: Wie schön wäre es, wenn es jetzt in allen Einrichtungen die die Malteser betreiben, deutschlandweit einheitliche Standards gäbe.

00:11:02: Und wie wichtig solche Standard sind sieht man halt gerade mit Projekten, Störerprojekte, die die Maltesa Werke auch betreiben.

00:11:11: das wäre so eine Plattform wo man dann eintragen kann.

00:11:14: Die Personen in den Einrichtung sind störer oder sind besonders auffällig Wenn sie in eine andere Einrichtion gehen würde sehen oder hätte man Nachweis.

00:11:26: Dieser deutschlandweiten einheitlichen Standards gibt es nicht, wie fordern sie als Malteser?

00:11:34: Und es wäre so schön wenn es das gäbe und dass sozusagen in die Politik einzubringen und zu sagen für unsere Arbeit brauchen wir das und da die Entwicklung oder Ergebnisse zusehen, das wäre sehr schön!

00:11:48: Und trotzdem sagen die Malteser immer, dass sie nicht so politisch sind beziehungsweise sich nicht so positionieren.

00:11:54: Wie passt das dann zusammen?

00:11:55: Dass wir hier dann doch sehr eng mit der Politik zusammenarbeiten müssen und wollen können

00:12:00: dürfen.

00:12:00: Wir arbeiten mit ihr sehr eng.

00:12:02: aber das ist eben der Unterschied zu anderen Organisationen, dass wir nicht durch große laute Internetveröffentlichungen die Politik zum Beispiel kritisieren sondern wir sagen Wenn es politische Entscheidungen gibt, die unsere Arbeit, unser Tun und unsere Rahmenbedingung für die Arbeit tangieren.

00:12:26: Dann wollen wir politisch aktiv werden aber durch Hintergrundgespräche persönliche Ansprache der Entscheidungsträger Durch die Teilnahme an Gremien, durch die Teilnehmer an Ausschusssitzungen und wir wollen eben auch mit unserer langjährigen Expertise und Erfahrung der Politik zur Verfügung stehen.

00:12:49: Das ist nicht laute politische Arbeit sondern eher im Hintergrund.

00:12:54: Wir sind, würde ich sagen, politisch gut aktiv aber eben nicht so laut wie andere.

00:13:02: Wie dick sind denn die Bretter?

00:13:04: Die erborenn müsst bei der Politik?

00:13:06: oder wie schwer ist es da auch, sich Gehör zu verschaffen?

00:13:12: Ich glaube es ist immer schwer sich in der Politik Gehört Zu verschaffen und gerade mit unseren ausgewählten Themen.

00:13:21: Es ist nicht immer einfach.

00:13:23: man muss dazu sagen Nicht jeder Abgeordnete Ist In Den Themen super drin.

00:13:28: Es gibt Abgeordnete, die haben eine besondere Affinität für Lebensschutz.

00:13:33: Es gibt Abgeordnete... ...die haben eine gewisse Affinität für Migration und Integration oder auch Einsamkeit oder Gesundheit.

00:13:43: Und zu gucken wer ist der richtige Ansprechpartner für unser Thema?

00:13:49: Und ihn auch von uns Maltesern vielleicht ein bisschen zu begeistern und zu überzeugen das es schon.

00:13:57: Viel Arbeit, Überzeugungsarbeit.

00:14:01: Und ich glaube das ist auch so ein Teil meiner Arbeit die ich seit einem Jahr mache immer wieder zu erzählen in der Politik und es sind ja nicht nur die Abgeordneten sondern es gibt Abteilungsleiter in den Ministerien.

00:14:14: Das wäre meine Frage gewesen.

00:14:15: Ist es mehr Abgeordnete oder tatsächlich mehr die Büromenschen mit denen man besser sprechen kann?

00:14:21: Also sprechen tun wir mit allen Aber natürlich für unsere Arbeit, wenn wir sagen es geht um Gesetzesvorhaben.

00:14:30: Es geht um Rahmenbedingungen sind für uns auch sehr wichtig.

00:14:33: Abteilungsleiter aus den einzelnen Ministerien vielleicht auch mal nur Unterabteilungs- leiterinnen in dem Ministerium die gerade an einem Gesetzentwurf sitzt mit denen ins Gespräch zu kommen und zu sagen seht für unsere praktische Arbeit und das ist ja nicht nur unsere praktischer Arbeit sondern das betrifft dann vielleicht auch andere wäre jetzt das in einem Gesetzentwurf oder im Gesetz wirklich nochmal zu bedenken.

00:15:00: Diese Gespräche führen wir auch und das ist natürlich für uns auch sehr, sehr wichtig.

00:15:05: Ein Event was ja relativ regelmäßig stattfindet ist das parlamentarische Frühstück.

00:15:09: vielleicht kannst du das mal erzählen?

00:15:10: Was macht ihr beim parlamentarischen Frühstuck?

00:15:13: Beim parlamentarischem Frühstückt treffen wir uns zur ganz früher Zeit um sieben Uhr dreißig vor dem

00:15:18: Aufstehen quasi naja

00:15:19: die Abgeordneten sind da schon alle auf den Beinen zu einem Frühstück, wo wir uns überlegen welches Thema ist gerade für uns als Malteser relevant?

00:15:33: Welches Thema interessiert aber auch die Abgeordneten und dann suchen wir entweder externe Expertinnen oder Experten zu dem Thema.

00:15:41: Wenn wir selber Expertinnen und Experten sind, dann nimmt er auch jemand von uns Maltisern als Referenteil und berichtet den Abgeordneten kurz und knapp darf nicht länger als zwanzig Minuten morgens um sieben Uhr dreißig sein.

00:15:57: Warum wir uns für ein Thema einsetzen, was wir politisch fordern und hoffen dass die Abgeordneten das dann in ihre Arbeit mitnehmen?

00:16:06: Das ganze geht so eine knappe Stunde weil die Abgeordnete dann auch direkt es ist in die Ausschüsse oder in die Sitzungen gehen und das Ganze passiert immer in der Sitzungswoche.

00:16:17: wenn die Abgeordneten auch in Berlin sind, dass wir so viel wie möglich ansprechen können

00:16:21: Merkt man die Resonanz, wie kommt sowas an?

00:16:24: Also gibt es nach so einem parlamentarischen Frühstück dann mehr Gespräche auch.

00:16:29: Wir kriegen auch häufig Rückmeldungen nach so einen parlamentarischem Frühstuck.

00:16:35: Danke dass sie sich um dieses Thema kümmern.

00:16:37: Es gibt aber auch Nachfragen zu einzelnen Themen.

00:16:40: wir hatten im Herbst letzten Jahres Die Vorstellung des Migrationsberichtes der ja alle zwei Jahre rauskommt wo es danach auch noch mal Gespräche mit Abgeordneten gab, wo dann auch nochmal sehr dezidiert nachgefragt wird.

00:16:55: Wie sehen Sie das?

00:16:57: Der Fokus lag hier am vergangenen Jahr oder im aktuellen Migrationsbericht auf Arbeitsmarktintegration ist ja auch gerade in der Politik ein wichtiges Thema, wo denn auch wieder Fragen kommen und dass es dann auch so Teil meiner Arbeit diese Fragen entsprechend an die Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln, nachzufragen.

00:17:17: Wie seht ihr das damit die Abgeordneten oder auch andere aus dem politischen Bereich eine qualifizierte Antwort von uns bekommen?

00:17:24: Geht ihr auf alle Abgeordneten tatsächlich zu oder gibt es eben auch Fraktionen wo er nicht mitspricht?

00:17:33: Zu einem parlamentarischen Frühstück wie wir es aktuell durchführen in der deutschen parlamentarische Gesellschaft.

00:17:38: Das ist ein Ort des Bundestages Ein Ort der Demokratie.

00:17:43: da laden wir alle gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein, den direkten Austausch und proaktiv gehen wir auf

00:17:55: die demokratischen Parteien.

00:17:56: Die Demokratie für uns demokratische Parteien ein.

00:18:00: also wir suchen nicht explizit den Kontakt zu AfD und wir gehen auch da nicht in Gespräche mit denen.

00:18:10: Du hast gerade gesagt Die Zeit vor den Maltesern war eher theoretischer Arbeit, glaube ich.

00:18:16: Wenn nicht mich recht entsendet ist das eben so gesagt?

00:18:18: Was hast du vorher gemacht?

00:18:19: Ich habe acht Jahre den Bereich Kirchen- und Religionsgemeinschaften in der Konrad Adenauer Stiftung hier im Bilding geleitet.

00:18:28: Innerhalb der Adenau Stiftungen gibt es eine Abteilung.

00:18:30: Das ist so der Think Tank für die Stiftungs-, aber auch der Think tank für CDU Abgeordnete.

00:18:39: da habe ich aus christdemokratischer Perspektive den Bereich Religion und Politik verantwortet.

00:18:45: Das heißt, du warst immer schon in Berlin oder?

00:18:47: Ich bin im Jahr zwei Tausend Fünfzehn nach meinem Studium der katholischen Theologie nach Berlin gezogen und hab dann ein Jahr lang in einer sehr großen Flüchtlingseinrichtung hier in Berlin gearbeitet und habe dann bei der Konrad Adenauer Stiftung angefangen.

00:19:04: Bei dir hatte ich im Rahmen meines Studiums schon davor eine Praktikung gemacht

00:19:08: Und dann kam der Ruf der Malteser, wie kam das zustande?

00:19:12: Ich bekam ein Anruf wo ich offen sagen musste.

00:19:15: Ich habe gesagt, ich glaube die haben sich verwählt aber es hieß na nein sind sie Frau Ehrit?

00:19:21: ja und habe mich sehr gefreut.

00:19:25: und nach einigen weiteren Gesprächen sitze ich heute hier

00:19:30: Und war das für dich immer klar, dass du in so einen Bereich gehen wolltest?

00:19:33: Also ich meine gut wenn du katholische Theologie studiert hast dann liegt es nah.

00:19:37: Aber war das von klein an oder willst du nicht doch auch Prinzessin werden?

00:19:42: Nein!

00:19:44: Ich bin eine zweitberufende Theologin.

00:19:49: Ich habe mein Studium erst mit Mitte Ende zwanzig begonnen Und ich hatte immer eine große Affinität, sowohl für Wirtschaft als auch für Politik und bin dann im Rahmen meines Studiums in Freiburg an den Lehrstuhl christliche Gesellschaftslehre gekommen.

00:20:07: Also die Verbindung von Kirchereligion und Politik und habe über diesen Lehrstuel und die Arbeit festgestellt dass es noch was anderes gibt wenn man katholische Theologie studiert statt Gemeindereferenten zu werden und habe dann eben auch den Fokus sehr auf dem Bereich Wirtschaft und Politik gelegt.

00:20:28: Und so auch den Kontakt zur Adenau-Stiftung gesucht, und auch ins politische Berlin gesucht.

00:20:34: Weil ich es ebenso spannend finde das es Themen gibt die Religion und Politik tangieren also sei es Ablösungen der Staatsleistung, sei es Pluralität des Religionsunterrichtes.

00:20:45: Es gibt ja viele Themen die grundgesetzlich verankert sind und die Kirchen- und Religionsgemeinschaften betreffen.

00:20:55: Und der Anruf, den du bekommen hast von dem Maltesern?

00:20:57: War das dein erster Kontakt zu dem Malthesern oder hast du in deinem Leben irgendwie schon auch mit anderen Malteseinrichtungen oder so zu tun gehabt?

00:21:06: Als ich noch in Freiburg lebte, hoffte ich immer dass mein Hund und ich irgendwie den Begleitdienst machen können.

00:21:14: aber mein Hund war irgendwie viel zu... ... quirlig und hat das nicht geschafft.

00:21:18: Aber kein Malteserhund, also von der Sorte?

00:21:21: Nein,

00:21:21: aber es gibt ja.

00:21:22: in Freiburg zum Beispiel kannst du mit deinem Hund die Maltesa unterstützen.

00:21:27: Ich hatte dann aber im Rahmen des Katholikentags in Erfurt-Zwei-Tausend vierundzwanzig Kontakt mit den Maltäsern weil wir damals zusammen mit der Adenauer Stiftung ein großes Podium zum assistierten Suizid organisiert hatten... Und hatte da meine ersten Berührungspunkte ... lebensethischen Themen bei den Maltesern.

00:21:47: Okay,

00:21:48: und jetzt hast du gesagt, du bist seit... ...zweifelten fünfzehn in Berlin?

00:21:51: Wie verändert sich Berlin für dich?

00:21:53: Kannst du das sagen, wird es irgendwie noch schneller,... ...noch weiß ich nicht unentspannter?

00:21:59: oder ist Berlin genau the place to be?

00:22:03: Ich glaube, da scheiden sich die Geister.

00:22:05: und wenn man wie ich letzte Woche bei der Geschäftsführertage in Würzburg war.... Und wenn ich bei meiner Mutter in Freiburg bin und aus dem Bahnhof aussteige.

00:22:15: Es ist alles total ordentlich, schön wieder nach Berlin kommt.

00:22:20: Denkt man so was für eine ruffe Stadt?

00:22:24: Aber vielleicht gehört das auch dazu.

00:22:26: Ich glaube Berlin verändert sich ja Das merken wir auch im politischen.

00:22:33: es wird immer schneller hektischer Die Stadt ist sehr laut Das gehört irgendwie dazu und das ist natürlich auch eine pulsierende Stadt.

00:22:47: Aber sie verändert sich darin gehen, dass man schon auch viel Leid, viel Elend in dieser Stadt sieht.

00:22:52: Ich weiß nicht du bist jetzt die letzten Tage immer mal im Berlin gewesen Du kommst aus Köln.

00:22:57: Ja,

00:22:58: man sieht den Unterschied

00:23:00: sehr.

00:23:01: Man sieht es definitiv genau

00:23:02: und wenn man so morgens bin ich auch viel für die Malteser unterwegs und sitzt dann morgens um sechs halb sieben im Zug und so morgens am Bahnhof oder an der U-Bahn muss man schon einmal tief durchatmen und sich überlegen.

00:23:16: Dann kann zwar nicht jeden retten aber ist einfach eine Veränderung in der Stadt ja.

00:23:21: Wobei ich fand's heute Morgen sehr ruhig.

00:23:23: Ich laufe hier relativ viel wenn ich in Berlin bin, dann bin ich heute morgen um sieben an der Spree entlanggelaufen, meine Runde und es ist super ruhig gewesen finde ich.

00:23:32: Also das ist so im Vergleich zum Tag.

00:23:35: dann morgens früh wenn glaube ich noch nicht alle wach sind hat man auch eine ruhige Stunde.

00:23:40: Das schönste ist Berlin im Frühjahr oder im Sommer, wenn es früh hell wird zwischen sechs und halb acht.

00:23:47: da hat man so das Gefühl die Stadt schläft wie so ein Zauber der über der Stadt ist und so ab halb Acht wird das total verrückt, aber so wenn man Berlin wirklich genießen möchte zwischen sechs und halb acht ist eine total schöne Zeit.

00:24:04: Also ich bin dann durchs Brandenburger Tor gelaufen und da waren glaube ich zwei Leute oder so die da oben standen.

00:24:09: Jetzt hast du schon gesagt dein Job ist nicht so dass man sagt Ninety-Five und jeder Tag ist irgendwie gleich sondern auch viele Abendtermine.

00:24:19: Ist das das Spannende eben auch an dem Job?

00:24:21: Dass es sehr vielfältig ist.

00:24:24: ja Also es ist von inhaltlicher Arbeit über Abendtermine, wo man auch die Malteser vertritt und eben Maltesa repräsentiert.

00:24:41: Über Gremiensitzung ist alles dabei und für mich ist so der Aufbau dieses Büros hier wie ein kleines Start-up innerhalb eines riesengroßen Konzerns Für mich sehr schön, dass man mir die Verantwortung gibt hier in Berlin dieses Büro aufzubauen.

00:25:01: Einzelkämpferin zu sein und das ist wahnsinnig herausfordernd und spannend.

00:25:06: Und das macht wahrscheinlich den Reiz dieses Jobs auch aus.

00:25:11: Wenn du nicht für die Maltese aktiv bist wie sehen deine Hobbys aus?

00:25:14: Was machst du dann?

00:25:17: Ich habe sieben Kinder geerbt aus dieser geflüchteten Unterkunft, die ich vor zehn Jahren in der ich gearbeitet habe.

00:25:25: Ich betreue mit meinem Mann zusammen sieben iretrische junge Männer hier im Berlin, den wir versuchen...

00:25:33: Die wohnen bei euch oder?

00:25:34: Nein,

00:25:34: die wohn alle in eigenen Wohnungen haben wie man das heutzutage so schön sagt sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.

00:25:42: Das Schöne ist mit dreien beantragen oder unterstützen wir gerade in der Beantragung Angehörigkeit, Staatsbürgerschaft oder das deutschen Passus.

00:25:52: In welcher Alltagsspanne sind

00:25:53: die?

00:25:53: Die sind jetzt heute so um die dreißig.

00:25:56: Die waren damals achtzehn neunzehn als sie nach Deutschland geholt haben.

00:25:59: Und alle

00:26:00: sind aus Eritrea?

00:26:01: Alle sind aus Eritreas und Autodoxe Christen.

00:26:04: Und irgendwie haben die sich in dieser Unterkunft damals so rausgestellt als ja Sie brauchen ein bisschen mehr Unterstützung als andere weil sie eben auch alleine waren.

00:26:15: Ich sprach kein Wort Englisch, kein Wort Deutsch.

00:26:18: Wir haben uns am Anfang wirklich nur mit Händen und Füßen unterhalten.

00:26:22: Und das ist so ein... sei mal Hobby ist vielleicht falsch aber ein großer Teil den unser Leben aus oder mein Leben im Ehrenamt oder in meiner Freizeit ausmacht.

00:26:32: Nebenbei sind man Mann und ich dabei, einen Bauernhof im Brandenburg zu sanieren.

00:26:37: Das ist dann vielleicht auch so andere Gelaufen an der Spree.

00:26:41: Wir geben dann irgendwie Säcke schleppen.

00:26:47: meiner Freizeit momentan beschäftigt.

00:26:49: Und

00:26:49: das ist ein lang angelegtes Projekt.

00:26:51: oder wann soll es beendet sein?

00:26:52: Naja, es ist schon ein bisschen länger ein Projekt und wahrscheinlich ist es ein Lebensprojekt...

00:26:58: Aber ihr wohnt da noch nicht!

00:26:59: Nee wir wohnen dann auch nicht und werden vielleicht Ende des Jahres Anfang nächsten Jahres dahin ziehen.

00:27:04: Und dass ist quasi ja.

00:27:05: dann genau das Gegenteil zum lauten Berlin, oder?

00:27:07: Ja.

00:27:08: Das ist total

00:27:09: schön irgendwie mal in der Erde mit den Händen das Gemüse anzupflanzen und

00:27:16: mit Tieren oder ohne

00:27:18: Tiere.

00:27:19: Nur der Hund!

00:27:20: Den gibt's auch nicht mehr, also das ist irgendwie so mit so einem Malteser-Job dann nicht machbar.

00:27:26: aber einfach mal wirklich die Ruhe zu genießen rauszukommen aus diesem lauten Berlin Das ist auch wirklich sehr schön

00:27:36: Ja, sehr schön.

00:27:36: Also ganz tolle Eindrücke finde ich Flüchtlingen aus Irritäer, die sprechen mittlerweile alle perfekt.

00:27:44: Oder gut Deutsch?

00:27:45: Ja,

00:27:45: gut.

00:27:48: Und werden jetzt so langsam dann mehr und mehr eingegliert.

00:27:51: also wenn sie auch die deutsche Stadt zu bewirtschaften

00:27:53: haben alle ihre wohnungen haben irgendwie gute jobs und sind würde ich sagen sehr gut integriert.

00:28:04: Ganz toll.

00:28:05: Vielen, vielen Dank, liebe Patrizia!

00:28:07: Es war mir eine Freude, dass du für diesen Podcast hier zur Verfügung gestanden hast und habe mich sehr über das Gespräch gefreut.

00:28:12: Ja, und danke, dass Du hier in unserem Büro zu

00:28:16: Gast warst.

00:28:17: Im frisch gesegneten Büro als erster Gast nach der Segnung hier in unseren Büro zum Gast war.

00:28:23: Vielen Dank.

00:28:35: Schön, dass Ihr bei unseren Podcast retten, helfen reden mit dabei gewesen seid.

00:28:39: Ihr findet uns ab jetzt überall da wo es Podcasts gibt.

00:28:43: Bis bald.

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